Mittels einer lokalen Funambol-Instanz und der aktuellen Version von Akunambol kann ich die Kontakte zwischen beiden Systemen austauschen. Das klappt auf den ersten Blick hin, recht vernünftig. Leider scheint es nicht vorgesehen zu sein, dass man stets das gesamte Adressbuch über den Äther schickt, da neue Kontakte entweder im Telefon oder beim Cloud-Dienst landen. Werde langfristig wohl die Daten nur noch gegen die lokale Funambol-Instanz laufen lassen. Nun grübel ich gerade rum, wie ich meine Erkenntnisse so umwandeln kann, dass auch andere Leute leicht davon profitieren können. Das Packen der Pakete ist aber nicht ganz ohne... :-/
Samstag, 26. März 2011
KDE on Android!
Oh weh! Wie schnell die Zeit wieder vergeht. Kaum dreht man sich um, ist das neue Jahr bereits wieder halb vorbei.
Allerdings gab es meiner Meinung nach in letzter Zeit auch nicht wirklich viele Updates für die Pakete, die sich aktuell in meinem Repository befinden. Aktuell spiele ich ein wenig mit meinem Android-Handy herum. Es wurmt mich ganz tierisch, dass ich nicht vernünftig die Kontakte zwischen diesem und Kontact sychronisieren kann. Gewiss, mit Google wäre das ganz einfach. Allerdings will ich meine Kontakte nicht dort speichern. Gleiches gilt auch für die anderen Cloud-Dienste. Die Ideen dahinter mögen nett sein, aber ich will Herr meiner Daten sein. Nach ein wenig experimentieren, zahlreichen Hacks und noch düsteren Workarounds, habe ich es nun geschafft!
Mittels einer lokalen Funambol-Instanz und der aktuellen Version von Akunambol kann ich die Kontakte zwischen beiden Systemen austauschen. Das klappt auf den ersten Blick hin, recht vernünftig. Leider scheint es nicht vorgesehen zu sein, dass man stets das gesamte Adressbuch über den Äther schickt, da neue Kontakte entweder im Telefon oder beim Cloud-Dienst landen. Werde langfristig wohl die Daten nur noch gegen die lokale Funambol-Instanz laufen lassen. Nun grübel ich gerade rum, wie ich meine Erkenntnisse so umwandeln kann, dass auch andere Leute leicht davon profitieren können. Das Packen der Pakete ist aber nicht ganz ohne... :-/
Mittels einer lokalen Funambol-Instanz und der aktuellen Version von Akunambol kann ich die Kontakte zwischen beiden Systemen austauschen. Das klappt auf den ersten Blick hin, recht vernünftig. Leider scheint es nicht vorgesehen zu sein, dass man stets das gesamte Adressbuch über den Äther schickt, da neue Kontakte entweder im Telefon oder beim Cloud-Dienst landen. Werde langfristig wohl die Daten nur noch gegen die lokale Funambol-Instanz laufen lassen. Nun grübel ich gerade rum, wie ich meine Erkenntnisse so umwandeln kann, dass auch andere Leute leicht davon profitieren können. Das Packen der Pakete ist aber nicht ganz ohne... :-/
Montag, 3. Januar 2011
Tool der Woche "dcfldd"
Mein Tool der Woche ist eindeutig "dcfldd". Klar als bekenner OSS-Radikaler ist es so eine Sache mit den "guten alten Unix-Tools". Auf der einen Seite muss man sie ja in den Himmel loben - und die meisten haben das auch wirklich verdient - dennoch gibt es immer wieder ein paar Krücken darunter denen man das Alter einfach anmerkt. Eines der Beispiele dafür ist "dd". Es wird nicht umsonst als Schweizertaschenmesser bezeichnet und lässt sich für eine Vielzahl nützlicher Dinge verwenden. Bei jeder Anwendung wie z.B. das Sichern einer Platte oder aber auch das Nullen von Block Devices kommt mir irgendwann das grauen vor diesem Tool. Nun hängt doch wirklich wieder ein dd hier seit 3 Stunden rum und ich habe nicht einmal im entferntesten eine Ahnung, wann es gedenkt fertig zu werden. Da ich die Platte Nulle bleibt nicht einmal der übliche Umweg mit einem "watch ls -lah" auf die Zieldatei. Wieso hat das Tool eigentlich keine Progressbar oder Verbose-Mode der einen Hinweis gibt, wieviel bereits getan wurde?
Sucht man danach findet man nur die hemmische BSD-Fraktion, die vorschlägt durch ein fortlaufendes "SIGINFO" an den Prozess die Informationen zu kriegen. Bei aller Liebe zu Unix... das kann es nicht sein. Nachdem man sich nun mehrfach damit abgefunden hat, habe ich in einem Blog-Kommentar den Hinweis auf "dcfldd" gefunden. Zugegeben der Name ist ein wenig kryptisch. Es handelt sich hierbei um einen "dd"-Clone der im Bereich der Forensik gerne eingesetzt wird. Nutzt sich wie dd, fühlt sich an wie dd, spricht aber mit einem:
dcfldd if=/dev/urandom of=/tmp/test
768 blocks (24Mb) written.
927+0 records in
927+0 records out
Das könnte auf einigen Systemen glatt einen Alias wert sein. Super!
Sucht man danach findet man nur die hemmische BSD-Fraktion, die vorschlägt durch ein fortlaufendes "SIGINFO" an den Prozess die Informationen zu kriegen. Bei aller Liebe zu Unix... das kann es nicht sein. Nachdem man sich nun mehrfach damit abgefunden hat, habe ich in einem Blog-Kommentar den Hinweis auf "dcfldd" gefunden. Zugegeben der Name ist ein wenig kryptisch. Es handelt sich hierbei um einen "dd"-Clone der im Bereich der Forensik gerne eingesetzt wird. Nutzt sich wie dd, fühlt sich an wie dd, spricht aber mit einem:
dcfldd if=/dev/urandom of=/tmp/test
768 blocks (24Mb) written.
927+0 records in
927+0 records out
Das könnte auf einigen Systemen glatt einen Alias wert sein. Super!
Sonntag, 2. Januar 2011
Langsam... aber sicher!
In letzter Zeit gab es bei weitem nicht soviele News rund um das PhobOS Repository wie die Jahre zuvor. Das liegt schlichtweg daran, dass ich nicht besonders viel Zeit zur Verfügung stehen habe. Da leider zudem mit einem Update auf F12 damals meine Infrastruktur ein wenig gelitten hat (curlftps und rsync mochten sich nicht mehr), habe ich nun ein paar freie Tage investiert um es wieder wie früher aufzubauen. Dies erlaubt es mir wesentlich schneller die Daten wieder hochzuschaufeln. Ich brauche nur noch mein lokale Kopie zu pflegen und dann ein Push zu den Server machen. Das sollte meine Motivation für mehr Updates in Zukunft enorm steigern.
Auch wird ein Teil des Repository demnächst auf einen neuen Server transferiert. Wer also das Repository nutzt, kriegt demnächst die neue Location via Server-Update rein. Die alten Links bleiben bis EOL von F14 online. Bleibt nur noch das andere große Versprechen... jeweils die andere Architektur besser zu unterstützten als jene die ich verwende. Während früher nutzer von AMD64 das nachsehen haben, sind es nun die i686-Nutzer. Irgendwie klappt es leider nicht die Pakete vernünftig crosszukompilen. Somit bleibt nur der aufwendige Gang über ne VM. Denke allerdings, dass es demnächst auch dafür eine automatisierte Lösung geben wird. Wenn sich erst das "Das muss doch gehen"-Feeling einstellt, findet sich eine Lösung meist schnell
Auch wird ein Teil des Repository demnächst auf einen neuen Server transferiert. Wer also das Repository nutzt, kriegt demnächst die neue Location via Server-Update rein. Die alten Links bleiben bis EOL von F14 online. Bleibt nur noch das andere große Versprechen... jeweils die andere Architektur besser zu unterstützten als jene die ich verwende. Während früher nutzer von AMD64 das nachsehen haben, sind es nun die i686-Nutzer. Irgendwie klappt es leider nicht die Pakete vernünftig crosszukompilen. Somit bleibt nur der aufwendige Gang über ne VM. Denke allerdings, dass es demnächst auch dafür eine automatisierte Lösung geben wird. Wenn sich erst das "Das muss doch gehen"-Feeling einstellt, findet sich eine Lösung meist schnell
Donnerstag, 9. Dezember 2010
Kinect für Linux
Da ich mich ja recht schnell für allerlei technisches Spielzeug begeistern lasse, dauert es natürlich nicht lange bis ich mir auch ein Kinect geholt habe. Dabei ist die Verwendung für ne Konsole doch eher interessant, weil es eher die Kamera ist, die mich interessiert. Als OSS-Verfechter dauert es natürlich nicht lange bis das Ding auch unter Linux läuft und dort seine Bilder liefert. Damit die interessierten Bastler unter Euch ebenfalls ein wenig damit rumspielen können, gibt es im Repo libfreenect. Versteht sich von selbst, dass es auch künftig daher Updates geben wird. Aktuell sind die Testanwendungen leider nur als Root verfügbar. Entsprechende Rules für UDev werden also wohl einer der großen Todos werden
Dienstag, 16. November 2010
Plug & Pray
Habe am Sonntag mit einigen Freunden zusammen den Film "Plug & Pray" in einem Programmkino gesehen. In dieser Dokumentation ging es vorwiegend um das Thema Robotik. Dabei kamen einige bekannte Gesichter der Branche zu Wort und haben ihren Standpunkt vorgetragen. Dabei wurde seitens der Produzenten nicht wirklich geurteilt, sondern dem Zuschauer überlassen sich ein Bild zum Thema zu bilden. Ein besonderes Hightlight des Films war definitiv Herr Weizenbaum, der als Computerpionier und Skeptiker öfters zu Wort kam und oft mit einem Augenzwinkern versuchte Aufzuzeigen, dass so mancher "Pionier" einem Irrglauben nachläuft. Kaum ein Zuschauer musste wohl nicht lachen wie Weizenbaum vor seinem Rechner wartet und versucht dem Zuschauer "Plug & Play" zu erklären und den klassischen Windows-Fehlersound mit einem "Und es klappt automatisch... oder auch nicht" kommentiert.
Wer auch immer in der IT-Branche arbeitet, sollte sich zumindest kurzweilig einmal mit Weizenbaum befasst haben, der zu einem scharfen Kritiker der modernen Computertechnologie wurde, nachdem er erlebte, wie die Menschen mit seinem Programm "ELIZA" umgegangen sind. Wie wohl kaum ein anderer versucht er klar zu machen, dass ein Computer eben ein Werkzeug ist und gibt selbst zu Protokoll, dass es sehr einfach ist dem Computer eine Persönlichkeit zu geben. Wie dieser schon fast mit böswilligen Charakterzügen sich weigert das zu tun, was der Anwender eigentlich von ihm will. Weizenbaum ist und bleibt eine Bremse für all jene, die den Computer für die Lösung auf alle Probleme halten und hält jedem der im IT-Bereich arbeitet einen Spiegel vor und zieht einem auf den Boden der Tatsachen zurück. Alleine für Weizenbaum lohnt sich durchaus mal wieder ein Besuch im lokalen Programmkino. Und vielleicht nochmal eine gesunde Reflexion im eigenen Umgang mit Technik.
Wer auch immer in der IT-Branche arbeitet, sollte sich zumindest kurzweilig einmal mit Weizenbaum befasst haben, der zu einem scharfen Kritiker der modernen Computertechnologie wurde, nachdem er erlebte, wie die Menschen mit seinem Programm "ELIZA" umgegangen sind. Wie wohl kaum ein anderer versucht er klar zu machen, dass ein Computer eben ein Werkzeug ist und gibt selbst zu Protokoll, dass es sehr einfach ist dem Computer eine Persönlichkeit zu geben. Wie dieser schon fast mit böswilligen Charakterzügen sich weigert das zu tun, was der Anwender eigentlich von ihm will. Weizenbaum ist und bleibt eine Bremse für all jene, die den Computer für die Lösung auf alle Probleme halten und hält jedem der im IT-Bereich arbeitet einen Spiegel vor und zieht einem auf den Boden der Tatsachen zurück. Alleine für Weizenbaum lohnt sich durchaus mal wieder ein Besuch im lokalen Programmkino. Und vielleicht nochmal eine gesunde Reflexion im eigenen Umgang mit Technik.
Samstag, 6. November 2010
PhobOS öffnet seine Pforte für F14-Nutzer
Wesentlich schneller als sonst, gibt es nun wieder die Pakete in meinem privaten Repository. Es sind bereits nahezu alle Pakete enthalten, die es auch in F13 bereits gab. Raus gefiltert wurden bereits jene, die nun im offiziellen Repository sind oder die endgültig rausfliegen, weil sie nicht mehr aktuell maintained werden, es bessere Lösungen gibt oder sie einfach nicht mehr kompiliert werden können. Wer also nun immer noch etwas vermisst, sollte einmal eine kurze Mail an mich schicken. Vorschläge für neue Pakete sind natürlich auch stets willkommen. Jene Pakete, die wieder mit dabei sind, wurden allesamt auf den neusten Stand gebraucht. Fehlen tut lediglich "bluedevil", dass einfach noch ein wenig mehr Liebe meinerseits braucht und bald folgen wird.
Ansonsten ist aus dem Repo ebenfalls das "Testing" rausgeflogen. Ich habe keine Zeit für eine solche Unterteilung und jeder Nutzer sollte sich klar sein, dass PhobOS eine reine Testspielwiese ist. Dafür soll es nun auch wieder (zumindest sporadisch) Build für i686-Nutzer geben. Diese werden in den nächsten Wochen folgen. Ansonsten viel Spaß mit Eurem KDE!
Ansonsten ist aus dem Repo ebenfalls das "Testing" rausgeflogen. Ich habe keine Zeit für eine solche Unterteilung und jeder Nutzer sollte sich klar sein, dass PhobOS eine reine Testspielwiese ist. Dafür soll es nun auch wieder (zumindest sporadisch) Build für i686-Nutzer geben. Diese werden in den nächsten Wochen folgen. Ansonsten viel Spaß mit Eurem KDE!
Sonntag, 31. Oktober 2010
Fedora 14 - Laughlin
Genauso wie sich das Fedora-Release traditionell um rund eine Woche verschiebt, genauso gibt es in mir stets den inneren Zwang die neuste Version am ursprünglichen Termin zu installieren und somit stets vor dem offiziellen Release. Da es sich diesmal um nur eine Woche verschoben hat, hatte ich bereits ein wenig Sorge um die Stabilität der neuen Version - wurde jedoch prompt eines besseren belehrt. Rein von der Installation her, ist dies das unproblematischste Release seit langem gewesen. Keinerlei Kernel-Parameter oder Hacks nötig um das System zu installieren. DVD einlegen und am Ende hat man eine lauffähige Version. Selbst in den ersten Stunden der Arbeit gab es keine nennenswerten Probleme. Und das ist schon fast zum gruseln! Bisher tauchten die ersten Kinderkrankheiten doch auf - meist nicht sehr gravierend, aber da waren sie immer! Diesmal scheinen allerdings auch diese Ausbleiben. Dabei führen die geraden Versionen doch meist neue Features ein. Genau dies blieb diesmal leider ein wenig auf der Strecke, da ich für mich zumindest nichts interessantes in der Feature-Liste finde.
Ich denke auf dieser Basis kann man nun mit F15 allerdings einige wirklich radikale Änderungen in Angriff nehmen. Nötig wäre es allemal! Als jemand der bereits einige Jahre lang mit Linux unterwegs ist und sich in der Shell wohl fühlt ist, Fedora wirklich eine tolle Distribution. Allerdings gibt es eben auch jene, die es nur verwenden wollen und gerade im Bereich der Systemaktualisierung (PackageKit) fragte man sich doch häufiger, ob das ganze nicht ein schlechter Scherz sein soll. Die Dialoge, die man dort zu Gesicht bekam, lösten bei den DAUs durchaus berechtigt ein "WTF" aus. Ist es den wirklich so schwer in dem Bereich einen solide GUI zu liefern - ohne das sie jedes Mal um geräumt wird oder schlichtweg nie aufgeräumt wurde? Das muss doch machbar sein, wenn der Unterbau absolut prächtig funktioniert. Oder wieso zur Hölle haben GTK-Icons in der Tray selbst nach 4 Jahren noch einen Kasten drum herum? Anfangs glaubte ich ja noch Seigo, dass dies ein Bug im Grafikkartentreiber sei... aber gleich bei drei Herstellern? Genau solche Kleinigkeiten trüben das Gesamtbild enorm. Umso skeptischer stehe ich auch der Aussage gegenüber, dass Fedora künftig konservativer mit Updates umgehen will. Solche Probleme müssen ausgebessert werden, sobald sie behoben sind! Fedoras Problem liegt nicht in der Stabilität, sondern der mancher GUI-Anwendung!
So genug gemeckert, dass Release war nämlich super! Kudos für alle, die daran mitgewirkt haben. Ich habe bereits eine erste Version des PhobOS-Repository hochgeladen, dass außer winetricks aber noch nichts ausliefert. Traditionell immer die Zeit, wo ich auch ein wenig ausmiste. Wird also ca. 1-2 Wochen dauern, bis der alte Bestand wieder oben ist.
Ich denke auf dieser Basis kann man nun mit F15 allerdings einige wirklich radikale Änderungen in Angriff nehmen. Nötig wäre es allemal! Als jemand der bereits einige Jahre lang mit Linux unterwegs ist und sich in der Shell wohl fühlt ist, Fedora wirklich eine tolle Distribution. Allerdings gibt es eben auch jene, die es nur verwenden wollen und gerade im Bereich der Systemaktualisierung (PackageKit) fragte man sich doch häufiger, ob das ganze nicht ein schlechter Scherz sein soll. Die Dialoge, die man dort zu Gesicht bekam, lösten bei den DAUs durchaus berechtigt ein "WTF" aus. Ist es den wirklich so schwer in dem Bereich einen solide GUI zu liefern - ohne das sie jedes Mal um geräumt wird oder schlichtweg nie aufgeräumt wurde? Das muss doch machbar sein, wenn der Unterbau absolut prächtig funktioniert. Oder wieso zur Hölle haben GTK-Icons in der Tray selbst nach 4 Jahren noch einen Kasten drum herum? Anfangs glaubte ich ja noch Seigo, dass dies ein Bug im Grafikkartentreiber sei... aber gleich bei drei Herstellern? Genau solche Kleinigkeiten trüben das Gesamtbild enorm. Umso skeptischer stehe ich auch der Aussage gegenüber, dass Fedora künftig konservativer mit Updates umgehen will. Solche Probleme müssen ausgebessert werden, sobald sie behoben sind! Fedoras Problem liegt nicht in der Stabilität, sondern der mancher GUI-Anwendung!
So genug gemeckert, dass Release war nämlich super! Kudos für alle, die daran mitgewirkt haben. Ich habe bereits eine erste Version des PhobOS-Repository hochgeladen, dass außer winetricks aber noch nichts ausliefert. Traditionell immer die Zeit, wo ich auch ein wenig ausmiste. Wird also ca. 1-2 Wochen dauern, bis der alte Bestand wieder oben ist.
Dienstag, 21. September 2010
Demonstrationen

"Demonstrieren bringt doch gar nichts!", ist eine Aussage, die ich in den letzten Wochen häufiger gehört habe. Das ist umso bitterer, da ich eben die letzten beiden Wochenenden auf eben solchen Veranstaltungen verbracht habe. Irgendwie kommt da doch wieder die Politikverdrossenheit durch, die Leute glauben lässt, dass tausende von Leuten auf die Straße gehen können ohne etwas zu verändern. Sicherlich: Wer demonstrieren geht, damit sich sofort etwas verändert, hat einen gedanklichen Fehler gemacht. Vielmehr geht es darum zu zeigen, dass man da ist und das Thema ernst nimmt. Jeder der zu einer Demonstration geht, hat noch zig Leute im Hintergrund stehen, die zwar die gleiche Meinung haben, allerdings verhindert ist oder sich eher auf dem Sofa gemütlich macht. Auch Merkel und Co können durchaus Hochrechnen und daher erkennen, wie viele Leute wirklich gegen etwas sind. Dazu sollte man eben auch nicht vergessen, dass so eine Veranstaltung ein wunderbarer Ort ist, um sich besser zu vernetzten. Endlich hat man mal alle Leute auf den Haufen, die für die gleiche Sache sind!
Am 11. September war die Freiheit der Angst und wir waren dort mit drei Leuten angereist. Wir irrten ein wenig orientierungslos bei Theodor-Heuss-Platz umher als uns ein Junger Pirat aufgabelte und uns einfach per U-Bahn mit zum Potsdamer Platz mitgenommen hat. Wirklich gut zu wissen, dass man in Berlin nicht weit laufen muss, bis einem ein befreundeter Mitmensch weiterhilft. Die Demo selbst war IMAO recht gut gelungen und durchaus einiges an Beteiligung. Überschattet wurde es ein wenig durch den großen schwarzen Block, der jeden Demokraten eher nachdenklich stimmen sollte, warum die "Linken" soviele Leute mobilisiert bekommen. Nichts desto trotz verlief die Veranstaltung sehr friedlich und trotz der nur 7500 Leute zeigte man, dass das Thema Datenschutz noch lange nicht am Ende ist. Einige Mitpiraten waren etwas enttäuscht über die geringe Beteiligung... aber dies war definitiv eine Demo wo man auch für sich selbst hin ging...
Die Anti-Atom-Demo hingegen war die Superlative. Wirklich schön zu sehen, dass soviele Leute sich zusammen gefunden haben und gegen Kernenergie protestiert haben. Das hat eher den Charakter eines Volksfest gehabt als das einer Demo und das ist auch gut so. Es liefen wirklich auch sehr viele alte Leute mit und auch Mütter mit ihren Kindern - wenn das kein Querschnitt durch die Gesellschaft war, weiß ich auch nicht weiter. Dazu lud der Tag ja förmlich dazu ein, eine kleine Sightseeing-Tour durch das Regierungsviertel zu machen. Wer also Demos fernbleibt, wird auch nicht sehen, was für schöne Landstriche Deutschland zu bieten hat
Dienstag, 31. August 2010
PPTNDS 10

Hat ein wenig gedauert bis ich mich vom letzten Niedersächsischen Programmparteitag erholt habe. Da Wolfenbüttel nicht gerade vor der Türe lag, war für mich leider nur der Samstag drin. Ein wenig skeptisch bin ich ohnehin immer bei den Parteitagen, da die bisherigen Erfahrungen doch eher negativ behaftet waren. Es war oft viel zu chaotisch und stets einen Punkt, wo das Fremdschämen an einem Punkt ankam, der kaum noch zu ertragen gewesen ist. Das einige lokale Piraten stets sagten, dass der letzte bereits gut gewesen ist, erfüllt mich mehr mit Respekt für ihre innere Ruhe. Nun habe ich allerdings verstanden, was sie meinten: Es lief alles erheblich geordneter ab! Man merkte doch ziemlich, dass der neue Vorstand eine ganze Menge Ruhe rein brachte und vor allem die Organisation war vorzüglich! Technisch lief nahezu alles rund. Rechner aufgeklappt und sofort mit dem Internet verbunden, die Beamer zeigten stets etwas brauchbares an. Auch für das leibliche Wohl war gesagt: Es gab gratis Getränke, ausreichend Kaffee und sogar ein wenig zu knabbern. Man fühlte sich schon ein wenig wie Zuhause
Ansonsten arbeitet alle dort anwesenden diesmal auch wesentlich konzentrierter mit und die andauernden GO-Antagsgefechte blieben vollständig aus. Klar, gibt es immer wieder mal Passagen, wo man den Eindruck gewinnt, dass alle Beteiligten ein wenig Luft und Abstand brauchen, aber es wäre auch traurig, wenn dies nicht nötig wäre. Lediglich die Qualität der Anträge empfand ich ein wenig enttäuschend, da doch einige Themen ein wenig "piratiger" hätten sein können. Wirklich! Absolut keine Einwände dagegen sich mit Bäumen an dem Straßenrand zu befassen, allerdings gibt es IMAO wichtigere Themen denen man sich widmen sollte. Daneben auch einige Entscheidungen, die mich zutiefst schockierten. Wie kann es sein, dass sich ernsthaft eine Mehrheit findet, die fordert über kommunale Insolvenzen entschulden zu können? Ich hoffe sehr, dass man sich dort noch einmal genauer informieren wird und man nicht glaubt die giftigen Kredite tatsächlich danach über einen Rettungschirm auffangen zu können. Immerhin gibt es doch bei einigen Piraten die Erkenntnis, dass man bei Themen zu denen man nichts sagen kann (weil man unzureichend informiert ist) sich dort enthält oder auch mit "Nein" stimmt. Respekt an alle, die soviel Mumm haben dies auch öffentlich zuzugeben. Besonders Schade finde ich dies, wenn es wie beim Bildungspapier in die Mangel kommt, weil formelle Fehler gemacht werden.
Die Anträge müssen einfach rechtzeitig ins Antragsbuch und vor allem auch bei einer solchen Breite in einzelne Aspekte aufgeteilt werden. Ansonsten läuft man zu schnell der Gefahr sich an einzelnen Punkten zu zerreiben und in endlosen Diskussionen zu verstricken. Sicherlich wäre es traurig, wenn die AG Bildung sich nicht dafür einsetzt den gesamten Antrag durch zu kriegen... allerdings geht es nun einmal darum eine Mehrheit zu finden und dies ist nur dann möglich, wenn man auch Teilaspekte zulässt. So bitter es klingen mag: Hoffentlich lernt man aus dem Fehler und wird das nächste Mal lieber versuchen einen Teil durchzukriegen, anstatt danach mit nichts in den Händen dar zu stehen. Unterm Strich hinterlässt der Parteitag einen sehr guten Eindruck. Es lief alles, man fühlt sich durchgehend wohl und heimisch. Die Anträge sind Verhandlungssache und wer (wie ich) keine eigenen Einbringt darf sich auch nur bedingt darüber beschweren. Daneben hat man viele nette Mitpiraten kennen gelernt, die einem unterm Strich gezeigt haben: Yep, bei denen in der Partei lässt es sich aushalten. Und wer dann den RTL-Bericht ansieht, wird auch verstehen warum. Es gibt eben kein festen Rituale wie bei der CDU, sondern man versucht sich auf das wesentliche zu konzentrieren: Die politische Arbeit. Und das ist bei uns nun einmal ein Kampf um die Köpfe der Bürger, der mit Ideen ausgefochten wird.
Mittwoch, 18. August 2010
Flüssige Rückmeldung
Aktuell macht sich bemerkbar, dass innerhalb der Piratenpartei sehr viele Strömungen gibt, die nicht immer an einem Strang ziehen. Bei so manchem Kommentar bzgl. StreetView frage ich mich schon ein wenig, ob es wirklich nötig ist in der gleichen Hysterie wie die großen Parteien zu fallen. Grundsätzlich denke ich, dass es stets besser ist mit dem größten Übel auf der Liste anzufangen und sich dann langsam vor zu arbeiten. Wenn wir wirklich so viel Energie in StreetView stecken, scheint es uns bereits mächtig gut zu gehen 
Ein weiteres sehr heißes Thema ist "Liquid Feedback". Diese Plattform ist sogar manchem Piraten bisher unbekannt gewesen. Beim letzten Bundesparteitag gab es eine Mehrheit, die sich dafür aussprach diese Plattform künftig für Meinungsbilder zu nutzen. Wie darf man sich das vorstellen? Eine riesiges Voting-Portal bei denen Mitglieder "Initiativen" einbringen können. Sprich: Sie formulieren einen Text bzw. eine Forderung. Die anderen Mitglieder können nun sagen, ob sie dies mittragen oder dagegen sind. Da es oft eben mit der Formulierung hapert, gibt es auch Möglichkeiten zu sagen, dass man eine Stelle umformulieren will und dann ggf. seine Stimme dafür abgibt. Dies erlaubt den Initiator dann zu entscheiden von einer Formulierung zu Gunsten einer anderen abzurücken. Auf diese Weise soll eine "flüssige Meinungsbildung" möglich sein. Da man bereits jetzt weiß, dass nicht jeder überall mitmachen kann, gibt es ein Delegiertensystem. Vertraut man jemanden bei seinen Entscheidungen, überträgt man seine Stimme an diese Person und diese verwaltet diese dann quasi für einen.
Die Befürworter sehen darin ein echtes Tool um eine direkte Demokratie einzusetzen und gleichzeitig nicht einem primitiven Delegiertensystemen zu verfallen. Zwar mag ein Delegierter vielleicht bei einem politischen Thema die gleiche Meinung haben, in einem anderen jedoch nicht. Wieso sollte man nur das kleinere Übel wählen? Die Kritiker argumentieren ähnlich wie bei Wahlcomputern. Das System hat einige echte Haken. Wie stellt man sicher, dass das System nicht manipuliert wird, potenzielle Wähler geblockt werden? Dies könnte man ggf. nur darüber erreichen in dem man alle Abstimmungen akribisch dokumentiert. Und somit hängt man gleich im nächsten Wasserloch drin: Stimmen Piraten offen ab, weil sie zu ihrer Meinung stehen... oder verwässern wir damit nicht das Abstimmungsgeheimnis? Je mehr ich mich damit befasse, desto ungefestigter wird meine Meinung zu dem Thema, da beide Seiten wirklich gute Argumente haben (schließt man mal die reinen Schreihälse aus...). Überspitzt: Wenn ich ne Initiative starte um Gartenzwerge zu verbitten, will ich wirklich riskieren, dass wenn 2045 die "radikale Gartenzwergpartei" an die Macht kommt, ich jemanden an meiner Tür klopft? Das ganze ist eigentlich auch weniger ein Problem von Liquidfeedback, sondern vielmehr ein Gesellschaftliches. Auf der einen Seite will man das die Bürger sich aktiv ins Leben einbringen und jeder seine Meinung kundtut, auf der anderen Seite muss man Repressionen fürchten, wenn man an jemanden gerät, der nicht die gleiche Meinung teilt. Hand aufs Herz: Ist man wirklich so fair bei einem politischen Gegner einfach zu sagen: "Er hat nun einmal eine andere Meinung, aber ich werde ihn trotzdem in allem Lebenslagen weiterhin voll unterstützten?" Ich denke als Demokrat gibt es auf die Frage nur ein klares: JA! Wäre einer meiner Angestellten bei der CDU und würde sich für das Zugangserschwernisgesetz aussprechen, dann mag ich vielleicht versuchen ihn mit Argumenten zu überzeugen, müsste gleichzeitig aber eben auch diese Meinung akzeptieren. Zugegeben... so ganz einfach ist das nicht
Bleibt also die Frage offen, wie es sich verhält, wenn man eben keine z.B. Arbeitsbeziehung mit der Person unterhält, sondern sich mehr oder minder anonym im Netz bewegt. Bekanntlich ist der Umgangston hier oft rauer und unfairer, weil man einfach eine größere Distanz zueinander hat. Ich denke LiquidFeedback wird noch eine ganze Menge Diskussionspotential bereit halten. Immerhin ist es schön, dass die Piratenpartei zumindest durch die Einführung die Diskussion am Laufen hält, wie man am Ende evtl. mal eine echte virtuelle Demokratie hinbekommt. Apropos: Aktuell läuft in einigen Programmkinos der Film [url=http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33123/1.html]"8th Wonderland"[/url], dass auch das Thema einer virtuellen Demokratie anspricht. Hoffe sehr, dass ich die Tage noch ins Kino komme um ihn anzusehen. Scheint vorwiegend kritisch gegenüber der Idee eingestellt zu sein, aber genau das lässt ihn doch erst so interessant erscheinen!
Ein weiteres sehr heißes Thema ist "Liquid Feedback". Diese Plattform ist sogar manchem Piraten bisher unbekannt gewesen. Beim letzten Bundesparteitag gab es eine Mehrheit, die sich dafür aussprach diese Plattform künftig für Meinungsbilder zu nutzen. Wie darf man sich das vorstellen? Eine riesiges Voting-Portal bei denen Mitglieder "Initiativen" einbringen können. Sprich: Sie formulieren einen Text bzw. eine Forderung. Die anderen Mitglieder können nun sagen, ob sie dies mittragen oder dagegen sind. Da es oft eben mit der Formulierung hapert, gibt es auch Möglichkeiten zu sagen, dass man eine Stelle umformulieren will und dann ggf. seine Stimme dafür abgibt. Dies erlaubt den Initiator dann zu entscheiden von einer Formulierung zu Gunsten einer anderen abzurücken. Auf diese Weise soll eine "flüssige Meinungsbildung" möglich sein. Da man bereits jetzt weiß, dass nicht jeder überall mitmachen kann, gibt es ein Delegiertensystem. Vertraut man jemanden bei seinen Entscheidungen, überträgt man seine Stimme an diese Person und diese verwaltet diese dann quasi für einen.
Die Befürworter sehen darin ein echtes Tool um eine direkte Demokratie einzusetzen und gleichzeitig nicht einem primitiven Delegiertensystemen zu verfallen. Zwar mag ein Delegierter vielleicht bei einem politischen Thema die gleiche Meinung haben, in einem anderen jedoch nicht. Wieso sollte man nur das kleinere Übel wählen? Die Kritiker argumentieren ähnlich wie bei Wahlcomputern. Das System hat einige echte Haken. Wie stellt man sicher, dass das System nicht manipuliert wird, potenzielle Wähler geblockt werden? Dies könnte man ggf. nur darüber erreichen in dem man alle Abstimmungen akribisch dokumentiert. Und somit hängt man gleich im nächsten Wasserloch drin: Stimmen Piraten offen ab, weil sie zu ihrer Meinung stehen... oder verwässern wir damit nicht das Abstimmungsgeheimnis? Je mehr ich mich damit befasse, desto ungefestigter wird meine Meinung zu dem Thema, da beide Seiten wirklich gute Argumente haben (schließt man mal die reinen Schreihälse aus...). Überspitzt: Wenn ich ne Initiative starte um Gartenzwerge zu verbitten, will ich wirklich riskieren, dass wenn 2045 die "radikale Gartenzwergpartei" an die Macht kommt, ich jemanden an meiner Tür klopft? Das ganze ist eigentlich auch weniger ein Problem von Liquidfeedback, sondern vielmehr ein Gesellschaftliches. Auf der einen Seite will man das die Bürger sich aktiv ins Leben einbringen und jeder seine Meinung kundtut, auf der anderen Seite muss man Repressionen fürchten, wenn man an jemanden gerät, der nicht die gleiche Meinung teilt. Hand aufs Herz: Ist man wirklich so fair bei einem politischen Gegner einfach zu sagen: "Er hat nun einmal eine andere Meinung, aber ich werde ihn trotzdem in allem Lebenslagen weiterhin voll unterstützten?" Ich denke als Demokrat gibt es auf die Frage nur ein klares: JA! Wäre einer meiner Angestellten bei der CDU und würde sich für das Zugangserschwernisgesetz aussprechen, dann mag ich vielleicht versuchen ihn mit Argumenten zu überzeugen, müsste gleichzeitig aber eben auch diese Meinung akzeptieren. Zugegeben... so ganz einfach ist das nicht
Bleibt also die Frage offen, wie es sich verhält, wenn man eben keine z.B. Arbeitsbeziehung mit der Person unterhält, sondern sich mehr oder minder anonym im Netz bewegt. Bekanntlich ist der Umgangston hier oft rauer und unfairer, weil man einfach eine größere Distanz zueinander hat. Ich denke LiquidFeedback wird noch eine ganze Menge Diskussionspotential bereit halten. Immerhin ist es schön, dass die Piratenpartei zumindest durch die Einführung die Diskussion am Laufen hält, wie man am Ende evtl. mal eine echte virtuelle Demokratie hinbekommt. Apropos: Aktuell läuft in einigen Programmkinos der Film [url=http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33123/1.html]"8th Wonderland"[/url], dass auch das Thema einer virtuellen Demokratie anspricht. Hoffe sehr, dass ich die Tage noch ins Kino komme um ihn anzusehen. Scheint vorwiegend kritisch gegenüber der Idee eingestellt zu sein, aber genau das lässt ihn doch erst so interessant erscheinen!
Dienstag, 3. August 2010
Mannöverkritik
Alles leugnen macht es da nicht besser: Die Piratenpartei Deutschland hat ein Problem. Es ist ganz klar zu merken, dass die Partei damals vor einem Jahr schneller gewachsen ist als die Strukturen innerhalb dieser Partei. Dadurch wirkt es oft so als wäre sie nicht richtig auf Kurs. Was sage ich da. Sie ist es nicht! Ich denke, dass wir da uns gegenüber durchaus ehrlich sein sollten. Eine Partei wie die Piraten muss einfach präzise vorgehen und dem politischen Gegner dort treffen, wo es weh tut. Damit so etwas funktioniert, muss man allerdings auch entsprechenden Aufwand betreiben. Aktuell scheint es eher so zu sein, dass ein Pirat ein gutes Thema findet und laut schreiend in eine Richtung läuft. Nach und nach wird die Gruppe so immer kleiner und es beginnen Geier über die Gruppe zu kreisen, die in Form von "Kritik" nach und nach jedem der davon gelaufenen aufs Korn nehmen. Was sich teilweise im Forum und der Mailingliste abspielt ist jenseits jeder akzeptablen sozialen Verhaltensnorm und führt dazu, dass man sich nahezu ständig davon distanzieren möchte. Gekrönt wird das ganze von meiner Meinung nach hilflosen Pressemitteilungen seitens des Vorstandes bei denen man als Pirat sich nicht wieder erkennt. Ich nenne da nur mal als Beispiel den Standpunkt zum Kauf von Steuer-CDs und die eigenen Netzthesen. Das Problem dabei (und das wurde ja durchaus bereits gesagt...) ist schlicht, dass man nicht genau weiß, wie die Basis zu einzelnen Themen überhaupt steht. Gerade durch den blinden Aktionismus einiger weniger, wirkt dies nach außen noch diffuser. Die Lösung dafür könnte durchaus "Liquid Feedback" sein, dass als basisdemokratisches schnelle Meinungsbilder auch außerhalb eines Parteitages zu holen und somit für Aktionen eine Mehrheit einholen kann. Wäre vielleicht ein Ausweg aus dieser Krise, aber aktuell klagt man ja gegen das Tool. Inzwischen wird man durchaus zu diesen Themen gefragt und auch beim Infotisch meinte ein Bürger, dass er keine Partei wählen würde, die auf einem "Selbstfindungstrip" sei.
Nun, was soll man dazu sagen. Auch so etwas kann eine heilsame Erfahrung sein und was man nie vergessen sollte ist, dass wir eben politische Laien sind. Natürlich wirken die geschulten Rhetoriker in Berlin vor einer Kamera wesentlich besser als ein frischer Pirat. Ich muss noch schmunzelnd an meinem ersten Bundesparteitag denken als einige Leute vor dem Mikrofon hingen und merkten, dass nun die Aufmerksamkeit des gesamten Raumes auf sie gerichtet waren und sie schlichtweg anfingen zu stottern. Sie waren nervös. Und das ist es ja wohl auch, was man von jemand Neuen erwarten würde, wenn er in einer solchen Situation ist. Klar mag es nicht professionell wirken, allerdings stehen für uns eben die Themen im Vordergrund. Man sollte sich mal den Spaß machen und ein Interview mit einem geschulten Politiker nehmen und mal ankreuzen, wo er wirklich die Fragen beantwortet hat. Dann doch lieber das Chaos, dass wir inne haben und jene Momente an denen die Moderation rätselt, ob es kaskadierte GO-Anträge gibt. Wer uns versucht auf diese Weise anzugreifen, sollte sich erst einmal fragen, ob er das Verhalten der Konkurrenz wirklich besser findet.
Und das Chaos scheint auch nur in den höheren Instanzen zu herrschen (wobei ich da unseren neuen Landesvorstand entlasten muss, der wirklich gute Arbeit leistet!). Im kleinen Rahmen funktioniert das wesentlich besser. Bisher keine nennenswerten Konflikte, eine relativ zügige Planung und vor allem: Ein gepflegter sozialer Umgang. Nun, da klappt man doch gerne eine Augenklappe runter und ist auf dem einen Auge blind! Den eine nicht-radikale oder extreme politische Bewegung die nicht-politische Bürger dazu bringt für das einzutreten, was sie für richtig halten... das ist etwas, was in diesem Land wirklich gebraucht wird. Und obwohl ich kein "Kernie" bin, denke ich, dass wir uns in nächster Zeit zunehmend auf unsere Kernthemen besinnen sollten: Freiheit, Demokratie, Bildung, Transparenz, Datenschutz, Urheberrecht. Von dort aus, kommt man bereits zu einer ganzen Hand voll von Themen, die auch wirklich gesellschaftlich relevant sind. Übrigens freue ich mich stets über objektives Feedback über die PPD von außen her. Wie wirkt die Partei auf Euch und wieso ist das so?
Nun, was soll man dazu sagen. Auch so etwas kann eine heilsame Erfahrung sein und was man nie vergessen sollte ist, dass wir eben politische Laien sind. Natürlich wirken die geschulten Rhetoriker in Berlin vor einer Kamera wesentlich besser als ein frischer Pirat. Ich muss noch schmunzelnd an meinem ersten Bundesparteitag denken als einige Leute vor dem Mikrofon hingen und merkten, dass nun die Aufmerksamkeit des gesamten Raumes auf sie gerichtet waren und sie schlichtweg anfingen zu stottern. Sie waren nervös. Und das ist es ja wohl auch, was man von jemand Neuen erwarten würde, wenn er in einer solchen Situation ist. Klar mag es nicht professionell wirken, allerdings stehen für uns eben die Themen im Vordergrund. Man sollte sich mal den Spaß machen und ein Interview mit einem geschulten Politiker nehmen und mal ankreuzen, wo er wirklich die Fragen beantwortet hat. Dann doch lieber das Chaos, dass wir inne haben und jene Momente an denen die Moderation rätselt, ob es kaskadierte GO-Anträge gibt. Wer uns versucht auf diese Weise anzugreifen, sollte sich erst einmal fragen, ob er das Verhalten der Konkurrenz wirklich besser findet.
Und das Chaos scheint auch nur in den höheren Instanzen zu herrschen (wobei ich da unseren neuen Landesvorstand entlasten muss, der wirklich gute Arbeit leistet!). Im kleinen Rahmen funktioniert das wesentlich besser. Bisher keine nennenswerten Konflikte, eine relativ zügige Planung und vor allem: Ein gepflegter sozialer Umgang. Nun, da klappt man doch gerne eine Augenklappe runter und ist auf dem einen Auge blind! Den eine nicht-radikale oder extreme politische Bewegung die nicht-politische Bürger dazu bringt für das einzutreten, was sie für richtig halten... das ist etwas, was in diesem Land wirklich gebraucht wird. Und obwohl ich kein "Kernie" bin, denke ich, dass wir uns in nächster Zeit zunehmend auf unsere Kernthemen besinnen sollten: Freiheit, Demokratie, Bildung, Transparenz, Datenschutz, Urheberrecht. Von dort aus, kommt man bereits zu einer ganzen Hand voll von Themen, die auch wirklich gesellschaftlich relevant sind. Übrigens freue ich mich stets über objektives Feedback über die PPD von außen her. Wie wirkt die Partei auf Euch und wieso ist das so?
Sonntag, 25. Juli 2010
Initiative 108e und der Humor der Straße

Gestern waren die Piraten des Stammtisches Lüneburg in Winsen (Luhe) mit einem Infostand nahe dem Rathaus. Einen wirklichen Grund gab es dafür nicht - immerhin ist kein Wahlkampf - allerdings wollten wir ein wenig zeigen, dass wir nicht nur zu einer Wahl aus den Löchern gekrochen kommen, sondern auch außerhalb der heißen Wahlzeit bereit stehen. Einer unserer Ziele war es daher die "Initiative 108e" zu unterstützen und ein paar Unterschriften für diese Petition zu sammeln. Der Name zielt auf den Paragraphen § 108e des StGB ab, dass regelt, dass man Abgeordnete nicht bestechen darf:
(1) Wer es unternimmt, für eine Wahl oder Abstimmung im Europäischen Parlament oder in einer Volksvertretung des Bundes, der Länder, Gemeinden oder Gemeindeverbände eine Stimme zu kaufen oder zu verkaufen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Neben einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten wegen einer Straftat nach Absatz 1 kann das Gericht die Fähigkeit, Rechte aus öffentlichen Wahlen zu erlangen, und das Recht, in öffentlichen Angelegenheiten zu wählen oder zu stimmen, aberkennen.
Wir als Piraten kritisieren, dass es weiterhin zwei größere Schlupflöcher gibt, die in diesem Gesetz nicht geregelt sind. Zum einen mag es wirklich überraschend klingen, dass es momentan in Deutschland nicht strafbar ist einen Abgeordneten zu Gunsten Dritter zu bestechen. Immerhin kann ja niemand ahnen, dass der Nutznießer zufälligerweise ein guter Freund oder ein entfernter Bekannter ist, der sich vielleicht ja auch irgendwann mal für eine Sache revanchiert. Ich denke es gibt kaum einen Bundesbürger der glaubt, dass es die sogenannte "Vetternwirtschaft" nicht mehr in diesem Land gibt. Allerdings nimmt man vorwiegend an, dass dies strafbar sei und man lediglich im stillen Kämmerlein solche Aktionen durchführt. Das dann zufällig ein guter Freund des Politikers profitiert, liegt ja immer daran, dass genau dieser für z.B. eine Reise die beste Wahl war
All dies lässt sich eigentlich ganz klar als "Korruption" bezeichnen. Immerhin soll ein Abgeordneter seinem freien Willen folgen und nicht durch einen klingelnden Geldbeutel ablenken lassen. Daher stehen wir als Piraten klar dahinter, dass dass der entsprechende Paragraph weiter gefasst wird. Und eigentlich ist dies auch ein Selbstgänger, da jeder der darüber spricht die Notwendigkeit dafür sieht. Im privaten Umfeld kann man das Thema extrem gut vermitteln und immer wieder gibt es entsprechende Überraschung, dass dies noch nicht verboten sei. Immerhin gibt es z.B. bei Beamten wesentlich schärfere Regelungen und so mancher Polizist, sollte sich tunlichst in Acht nehmen von einem dankbaren Bürger dem man geholfen hat, eine Schachtel Pralinen anzunehmen. Wieso sollten Abgeordnete dort andere Gesetz unterworfen sein? Und während man privat sehr schnell Unterschriften bekommt...
... sieht es an den Infoständen düster aus. Das Thema ist schwer zu transportieren und die wenigen Gespräche die es gibt, zeigen einen sehr tiefen Frust der Bürger auf. Im extremsten Fall ist man bereits ein Krimineller, weil man versucht in der Stadt für diese Initiative Unterschriften zu sammeln und damit ja quasi bereits ein Politiker ist und sowieso nur böses im Schilde führt. Meist hat man schlichtweg keine Zeit für dieses Thema oder sich darüber informieren zu lassen, weil "die da" ja sowieso machen, was sie wollen. Und einige wenige Bürger nehmen es sogar mit Humor und sagen, dass sie lieber die aktuelle Regelung behalten wollen, weil "Wie soll man seiner Stimme sonst noch Gehör verschaffen?". Gerade als Pirat ist das eine traurige Situation, weil man eben versucht etwas zu verändern, allerdings bereits auf einen sehr unfruchtbaren Boden stößt auf dem seit Jahren Misstrauen gesät wurde. Die Politik scheint es wirklich geschafft zu haben, dass einige Bürger "Politik" als etwas "geschlosseneres" zu betrachten, dass mit ihrem Leben eigentlich nichts mehr zu tun hat... und schlimmer noch: Man eigentlich gar nichts mehr damit zu tun haben möchte. Dabei lebt Politik gerade dadurch, dass sie möglichst tief im gesellschaftlichen Leben der Menschen verankert ist.
Auf der anderen Straßenseite Schaukästen der Konkurrenz bei denen entweder nach dem "Heile-Welt-Prinzip" etwas versprochen wird, was mit Politik eigentlich nichts mehr zu tun hat oder das letzte Lebenszeichen aus dem Jahre 2008 stammt. So ist es natürlich irgendwie verständlich, wenn die Bürger sich kaum noch dafür interessieren. Zwar haben wir einige Unterschriften bekommen, allerdings kaum mehr als man diese bei einem privaten Grillabend mit Freunden hätte kriegen können. Wer also politisch frustriert ist, sollte sich durchaus einmal überlegen, ob er einfach alles wegblenden will oder dem Objekt seines Frustes ein wenig Feuer unterm Hintern macht. In dem Fall hier z.B. in dem man einmal einen Grillabend mit guten Freunden macht und diese Liste einmal rum reicht. Politik muss gar nicht weh tun
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